Zu den Ergebnissen des heutigen niedersächsischen Schweinegipfels sagt der landwirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Hermann Grupe:

„Ministerin Otte-Kinast tut so, als hätte sie eigentlich überhaupt nichts mit den Problemen der Schweinehalter zu tun. Sie inszeniert sich als Moderatorin, die Forderungen an den Handel stellt. Warme Worte verbessern die Situation aber nicht und das Verhalten des LEH in der jüngsten Krise macht ebenfalls wenig Hoffnung: Obwohl die Preise an der Ladentheke stabil waren, hat man ohne Not die Erzeugerpreise einbrechen lassen und die Gewinne eingestrichen. Das Ungleichgewicht zwischen Erzeugern und Handel und der dadurch faktisch nicht mehr funktionierende Markt lassen sich nicht mit ein paar kleinen Verbesserungen hier und da aus der Welt schaffen.

Außerdem blendet die Ministerin vollkommen aus, dass die gesamte heimische Landwirt mittlerweile unter enormem Druck steht, der vor allem politisch erzeugt wurde. Die von ihr und ihrer Partei mitgetragene Politik auf Landes- und Bundesebene sorgt für ein Höfesterben sondergleichen. Hier gäbe es ganz konkrete Maßnahmen, die allen Landwirten helfen würden. Dort sollte die Ministerin ansetzen, statt mit dem Finger nur auf den Handel zu zeigen.“

FDP-Fraktion im Niedersächsischen Landtag